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Gerätekonfigurator

FAQ Fragen und Antworten

Was bedeutet "ATEX"?

Im Zuge der Harmonisierung Europäischer Normen, Vorschriften und Richtlinien ist es seit dem 1.7.2003 zwingend erforderlich, dass der Einsatz von Gaswarngeräten in explosionsgefährdeten Bereichen gemäß den gültigen ATEX-Richtlinien erfolgt.

Die GfG produziert ihre verschiedenen Messgeräte ATEX-konform, so dass sichergestellt ist, dass Sie immer mit explosionsgeschützten Geräten der neuesten Generation beliefert werden. Die Mitarbeiter der GfG unterstützen und beraten Sie gern bei den für Ihre Problemstellung zutreffenden Änderungen im Zusammenhang mit den Regelungen. mehr... 

Muss mein Gaswarngerät in Kanalisationen, Schächten und abwassertechnischen Anlagen einen CO2-Sensor haben oder kann ich CO2 auch über die Sauerstoffverdrängung messen?

Eine Messung des Kohlendioxids über die Verdrängung des Luftsauerstoffgehaltes ist nicht möglich und dringend zu unterlassen! Da nur  1/5 der Umgebungsluft Sauerstoff ist, verdrängt einströmendes Gas auch nur 1/5 Sauerstoff. Die meisten Gaswarngeräte haben bei 19 Vol.% den Voralarm für die Sauerstoffmangelanzeige eingestellt. Bei 19 Vol.% Sauerstoff liegen aber bereits 9,5 Vol.% CO2 vor. Bei diesen Konzentrationen drohen bereits lebensbedrohliche Gefahren bis zum Tod durch Atemstillstand innerhalb weniger Sekunden. mehr...

Welcher Akku ist für meine Arbeit richtig?

Die Anworten zu den am häufigsten gestellten Fragen über Akkumulatoren haben wir in einem PDF-Dokument zusammengefasst. mehr...

Muss ich bei Arbeiten in Schächten von abwassertechnischen Anlagen auch nach Kohlendioxid forschen?

Nach den bestehenden Unfallverhütungsvorschriften und Sicherheitsregeln ist vor und bei Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen durch eine wirksame technische Belüftung sicherzustellen, dass an der Arbeitsstelle keine Gefahren durch Stoffe in gefahrdrohender Menge oder Konzentration für den Einsteigenden vorhanden sind. Ist zweifelhaft, ob die technische Lüftung ausreicht oder soll darauf verzichtet werden, muss die Schachtatmosphäre kontinuierlich messtechnisch überwacht werden.

Eine gefährliche Atmosphäre entwickelt sich insbesondere durch die Gase Schwefelwasserstoff, Methan und Kohlendioxid und bei Sauerstoffmangel, womit in umschlossenen Räumen abwassertechnischer Anlagen zu rechnen ist.
Dabei hat Kohlendioxid die folgenden Eigenschaften und Auswirkungen: Kohlendioxid entsteht bei Faulprozessen in dem Maße, wie Sauerstoff aus der Umgebungsluft verbraucht wird. Es besteht die Möglichkeit des Eintrags auch über die Schachtatmung und den Eintritt über Schachtöffnungen. Kohlendioxid ist schwerer als Luft und verursacht bei Konzentrationen von 4-6 Vol.-% eine beschleunigte Atmung und führt ab 10 Vol.-% zu Bewusstlosigkeit, Krämpfen und Tod. mehr...

Worauf muss ich achten, wenn ich in abwassertechnischen Anlagen arbeite?

In diesem Bereich gelten die Sicherheitsregeln für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen (BGR 126). Hier finden Sie weiterführende Informationen auf der Internetseite der BG Bau.

Welchen Nachteil haben elektrochemische CO2-Messzellen?

Bei Kohlendioxid-Sensoren gibt es zwei unterschiedliche Messprinzipien. Das elektrochemische Messprinzip und das Infrarot-Messprinzip. Das elektrochemische Messprinzip ist in der Anschaffung recht günstig, verursacht jedoch hohe Folgekosten durch häufigen Austausch der Sensoren.(Standzeit etwa 1 Jahr). Gravierender ist aber der Sicherheitsaspekt. Tritt neben CO2 gleichzeitig H2S auf, geht die Anzeige am CO2-Sensor durch Querbeeinflussung zurück. Es wird im extremsten Fall eine "Null" angezeigt, obwohl beide Gase vorhanden sind! 

Die Drift beim elektrochemischen Sensor in der Empfindlichkeit ist so stark, dass die maximal zulässige Abweichung von 5 % bereits nach 10 Tagen erreicht ist. Ein solches Gerät müsste alle 10 Tage kalibriert werden, was in der Praxis nicht durchführbar ist. Weiterhin wird durch Aufgabe einer hohen CO2-Konzentration der elektrochemische Sensor zerstört. 

Das Infrarotmessprinzip hat relativ hohe Anschaffungskosten, aber sehr lange Standzeiten, einen geringen Wartungsaufwand und keine Querempfindlichkeiten zu anderen Gasen.

Kann eine mögliche CO2-Gefahr über die Sauerstoff-Konzentration gemessen werden?

Nein. Die Atemluft setzt sich ca. aus 20% Sauerstoff und 80% Stickstoff zusammen. Bei einer Erhöhung der Kohlendioxid-Konzentration verdrängt das Kohlendioxid den Sauerstoff und den Stickstoff im Verhältnis 1:4.

Kohlendioxid (CO2)Sauerstoff (O2)Stickstoff (N2)
0%20,9%79%
5%20%75%
10%19%71%
15%18%67%
20%17%63%


Messgeräte für die Sauerstoffüberwachung lösen einen Voralarm bei 19 Vol.-% und einen Hauptalarm bei 17 Vol.-% aus. Um die Sauerstoff-Konzentration um 2% zu verringern, muss die Kohlendioxid-Konzentration um 10% erhöht werden. Dann hat das Kohlendioxid bereits eine tödlich hohe Konzentration erreicht.

Welche Fläche kann mit einem Gastransmitter überwacht werden?

Diese Frage kann nicht einfach mit der Angabe einer Fläche in m2 beantwortet werden, sondern hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab: Art des Gases, mögliche Leckstellen und die Art der Be- und Entlüftung beeinflussen die Anzahl und den richtigen Montageort der Transmitter. Es sollte unbedingt die Beratung durch die erfahrenen Vertriebsingenieure der GfG genutzt werden.

Wo muss ein Transmitter für Ammoniakmessung installiert werden?

Ammoniak (NH3) ist deutlich leichter als Luft. Für die Überwachung von Ammoniak ist ein Transmitter möglichst weit oben in Deckennähe zu montieren, um eine schnelle und sichere Erfassung der Gefahrstoffe zu gewährleisten. In jedem Fall muss der Transmitter höher als jede mögliche Leckstelle montiert sein.

Wie verhält sich ein CO2-Sensor wenn eine deutlich höhere Gaskonzentration den Sensor erreicht?

Bei einem Überschreiten des Messbereiches gibt der Sensor ein für die Auswertung nicht mehr zu verwertendes Signal ab. Das Gerät (z.B. Polytector II G750 oder GMA101) zeigt die Messbereichsüberschreitung sofort an. Die Geräte der GfG werden für die Messung von CO2 ausschließlich mit Infrarot-Sensoren (IR) ausgestattet. Diese Sensoren werden selbst durch extrem hohe CO2-Konzentrationen nicht beschädigt. mehr...

Welche Verordnungen und Bestimmungen muss ich als Anwender von Gaswarngeräten beachten?

Der Umfang der rechtlichen Bestimmungen ist groß. In unserer Linkliste finden Sie auch die Internetseiten der wichtigsten Institute.

Was muss ich als Betreiber von Schankanlagen beachten? Was bedeuten die "Technischen Regeln für Getränkeschankanlagen" (TRSK)?

Kohlensäure (= CO2) ist ein gefährliches Gas. Es ist schwerer als Luft. Wenn in geschlossenen Räumen keine Belüftung vorhanden ist, kann sich Kohlensäure am Boden zu hohen Konzentrationen ansammeln. Bei 4 Vol.-% CO2 in der Atemluft treten Schwindelgefühle auf, ab 8 Vol. % kann das Gas tödlich sein. Der Mensch kann CO2 weder sehen noch riechen. Mit einer Gaswarnanlage wird eine Gasgefahr zuverlässig gemeldet. Die TRSK legt fest, wann und wo eine Gaswarnanlage installiert werden muss. mehr...